Stationäre Wohngruppen

Jeder Mensch braucht einen Ort, an dem er sich zu Hause fühlt.


Ein zentrales Element des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Josef sind die stationären Wohngruppen. Dort finden junge Menschen, die in ihrer Herkunftsfamilie kein stabiles Umfeld finden, ganzjährig ein Zuhause.

Besonders wichtig ist uns dabei, den Kindern und Jugendlichen neben stabilen Rahmenbedingungen mit einem geordneten Tagesablauf auch die emotionale Begleitung und Förderung in ihrer Entwicklung zu bieten. Eben all das, was auch das Aufwachsen in einer herkömmlichen Familie ausmacht.

Heilpädagogische Wohngruppen


In unseren heilpädagogischen Gruppen leben Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 16 Jahren, wo sie intensiv von pädagogischen Fachkräften betreut werden. Die Aufteilung unserer beiden Gruppen erfolgt nach Altersstufen: In der Gruppe Franziskus sind die jüngeren Kinder untergebracht, in der Gruppe St. Peter die älteren ab ca. 12 Jahren.

Wir begleiten und unterstützen die Kinder und Jugendlichen bei der Entwicklung ihrer geistigen, motorischen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Gemeinsam arbeiten wir Konflikte und Probleme auf und suchen nach Lösungen. Ebenso legen wir großen Wert darauf, individuelle Stärken zu erkennen und entsprechend zu fördern.

Unsere Aufgabengebiete und Angebote:

  • Gruppengespräche zur Förderung des Gruppenalltags, des sozialen Miteinanders und der konstruktiven Konfliktlösung
  • Unterstützung bei der Aufarbeitung biografischer, emotional belastender Erlebnisse
  • Heilpädagogische und psychologische Therapien
  • Innenbetreutes Wohnen (eigenes Zimmer außerhalb der Gruppe zur Verselbstständigung für Jugendliche)
  • Feste Ansprechpartner für die Kinder durch Bezugsbetreuer
  • Strukturierter Tagesablauf
  • Betreuung und individuelle Förderung im schulischen Bereich
  • Hilfestellung beim Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten
  • Erlebnispädagogische Angebote und Projekte: Hüttenbau, Gartenprojekt, Klettergarten und Vieles mehr
  • Förderung der Kreativität durch Werken und Gestalten
  • Ferienfreizeiten und Gruppenaktivitäten
  • Sport- und Bewegungsangebote

Neben der Betreuung und Förderung der Kinder und Jugendlichen ist auch die Arbeit mit den Familien ein wichtiger Punkt unserer Hilfestellung. Soweit möglich, versuchen wir, den Eltern zu begegnen und sie zu beraten. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Familien ist uns ein großes Anliegen, da die Rückführung in die Familie ein zentrales Ziel der Jugendhilfe darstellt.

Die Kosten für die Unterbringung erfolgt durch den jeweiligen öffentlichen Träger, in der Regel durch das Jugendamt. Eine Eigenbeteiligung ist möglich.

Infos auf einen Blick

9 Jugendliche von 12-16 Jahren in der Gruppe St. Peter
9 Kinder und Jugendliche von 4-14 Jahren in der Gruppe Franziskus (Schwerpunkt Kinder)
Betreuung an 365 Tagen im Jahr möglich
Mit heilpädagogischem und psychologischem Fachdienstangebot
Betreuerzahl: 4,78 päd. Mitarbeiter / Fachkräfte
 

Ansprechpartner - Gruppe St. Peter & Franziskus

Frau Liebscher

Dipl. Psych.

08252/898737


Infos auf einen Blick

12 Mädchen und Jungen in der Gruppe Maria Goretti
12 Jungen in der Gruppe Raphael
Altersschwerpunkt 4-16 Jahre
Betreuung an 365 Tagen im Jahr möglich
Mit heilpädagogischem und psychologischem Fachdienstangebot
Betreuerzahl: 4,56 päd. Mitarbeiter / Fachkräfte
 

Ansprechpartner - Gruppe Maria Goretti & Raphael

Frau Liebscher

Dipl. Psych.

08252/898737


Sozialpädagogische Wohngruppen


In unseren sozialpädagogischen Wohngruppen leben Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren. In der Gruppe Maria Goretti werden von den pädagogischen MitarbeiterInnen bis zu 12 Mädchen und Jungen betreut. Bei der Gruppe Raphael handelt es sich um eine Gruppe mit bis zu 12 Jungs.

Wir begegnen Kindern, Jugendlichen und deren Angehörigen auf Augenhöhe und orientieren uns dabei am christlichen Menschenbild. Mit unserer Arbeit schaffen wir stabile Rahmenbedingungen, in denen wir die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen unterstützen und begleiten. Im Vordergrund stehen dabei die Bedürfnisse jedes Einzelnen, aber auch das soziale Miteinander im Gruppenalltag.

Unsere Aufgabengebiete und Angebote:

  • Strukturierte Tagesabläufe , die Sicherheit vermittlen
  • BezugsbetreuerInnen und Einzelangebote
  • Innenbetreutes Wohnen (eigenes Zimmer außerhalb der Gruppe zur Verselbstständigung für Jugendliche)
  • Eigene AnsprechpartnerIn für die Familie und Schule, Jugendamt, etc.
  • Beratung von Eltern und Angehörigen
  • Betreuung bei den Hausaufgaben
  • Angeleitetes und freies Spiel in unserem großen Garten sowie in den Räumlichkeiten. Hier können sich die Kinder austoben und erlernen dabei u.a. soziale Fähigkeiten
  • Feste feiern im Jahreskreis, jahreszeitliche Gestaltung der Wohngruppe
  • Kreatives Gestalten fördert nicht nur die Motorik, sondern auch das Miteinander
  • Lebenspraktische Förderung, wie Z.B gemeinsames Kochen
  • Erlebnispädagogische Freizeitmaßnahmen, Gruppenfreizeiten und Feriencamps fördern das soziale Miteinander
  • Sport-und Bewegungsangebote wie z. B. Inliner fahren, Fußball, Schwimmen gehen

Gibt es hier noch was zu sagen? Ziel ebenfalls Rückführung in die Familie? Inwieweit unterscheiden sich diese Gruppen von den heilpädagogischen Gruppen?

Die Kosten für die Unterbringung erfolgt durch den jeweiligen öffentlichen Träger, in der Regel durch das Jugendamt. Eine Eigenbeteiligung ist möglich bzw. ggf. erforderlich.

Heilpädagogische Außenwohngruppe


Unsere Außenwohngruppe in der Augsburgerstraße ist eine Wohngemeinschaft, in der Jugendliche im Alter zwischen 15 und 21 Jahren den Weg ins selbstständige Leben finden. Unsere pädagogischen und psychologischen Fachkräfte begleiten sie dabei auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter. .

Unsere Aufgabengebiete und Angebote:

  • Durch Gespräche und  gemeinsame Aktivitäten wird die Fähigkeit zu Kooperation und sozialer Integration gefördert
  • Konflikte werden angemessen gelöst
  • Durch eine transparente Tagesstruktur und gemeinsame Aufgabenteilung  werden die lebenspraktischen Fähigkeiten ausgebaut, um die Anforderungen von Schule und Ausbildung selbstständig bewältigen zu können
  • Durch Gespräche mit und ohne Eltern, Hausbesuche und Telefonate wird Kontakt zur Herkunftsfamilie gehalten. So können die Jugendlichen im geschützten Rahmen ihre eigene Identität aufbauen und festigen
  • Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, in Gruppengesprächen Ideen, Probleme und Alles, was sie beschäftigt, anzusprechen. Durch die direkte Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeit erfahren die jungen Menschen  sich selbst als wirksames Mitglied der Gruppe.

Die Kosten für die Unterbringung erfolgt durch den jeweiligen öffentlichen Träger, in der Regel durch das Jugendamt. Eine Eigenbeteiligung ist möglich.

Ansprechpartner - Außenwohngruppe

Frau Liebscher

Dipl. Psych.

08252/898737


Ansprechpartner - Außenbetreutes Wohnen

Herr Bahmann

08252/898716


Außenbetreutes Wohnen


Das Außenbetreute Wohnen bildet die letzte Stufe bei der Begleitung in ein eigenverantwortliches Leben. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen führen dabei ein weitgehend eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden, erhalten von uns aber nach wie vor Unterstützung. Die Kenntnisse im lebenspraktischen Bereich werden erweitert, ebenso wird die psychische und emotionale Kompetenz gestärkt. Somit wird der Übergang ins Erwachsenenleben optimal begleitet.

Unsere Aufgabengebiete und Angebote:

  • Unterstützung bei der Ausbildungs-, Berufs- und Wohnungssuche und der damit verbundenen Vertragsangelegenheiten
  • Begleitung im Umgang mit Ämtern und Behörden
  • Hilfe im Umgang mit Konflikten und deren Klärung
  • Unterstützung bei der Inanspruchnahme staatlicher Hilfen
  • Beratung in privaten, individuellen Angelegenheiten wie Partnerschaft und Sexualität
  • Organisation und Begleitung bei Unternehmungen – alleine oder mit Bezugspersonen und Freunden
  • Hilfe und Anleitung beim Finden individueller Neigungen und Interessen in der Freizeit
  • Beratung im Umgang mit Geld und dem Widerstehen von Konsumzwängen

Die Kosten für die Unterbringung erfolgt durch den jeweiligen öffentlichen Träger, in der Regel durch das Jugendamt. Eine Eigenbeteiligung ist möglich.